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  • AutorenbildMichael Anker

Zeit die verging

Rückblick 2023


In Jordanien ist mir Daidō Moriyamas Hund erschienen

Es ist mal wieder Zeit für einige Zeilen. Der letzte Blog-Eintrag ist schon einige Monate her. In diesem Jahr habe ich weniger geschrieben, umso mehr mehr finden Gedanken in meinen Bildern ihren Niederschlag: In mehreren parallelen Projekten, alle analog im Mittelformat fotografiert.


Die Beschäftigung mit meiner Familiengeschichte und ihre Aufarbeitung finden sich in meinem Foto-Zyklus „Der dunkle Strom“ wieder. Das Kapitel „Heimaterde“ ist inspiriert von der Familien-Geschichte väterlicherseits und steht im Zusammenhang mit der großen Landschaftsumgestaltung des Oderbruchs vor 250 Jahren. Dieser Foto-Zyklus ist mein bisher erfolgreichster. Daraus wurde ein Portfolio im Artdoc Photography Magazine veröffentlicht und eine Auswahl im Analog Forever Magazine Edition 8 gedruckt. Eine ähnliche Auswahl an Fotos erreichte beim 20. IPA - International Photography Awards den 3. Platz in der Kategorie „Analog“ sowie beim Monovision Photo Awards und Monochrome Photography Awards jeweils eine lobende Erwähnung. Ebenso beim TIFA – Tokyo International Foto Awards. Dort wurde die Serie zudem in die "Jury Top 5 Selection" gewählt.

2024 werde ich „Der dunkle Strom“ in einer umfangreichen Soloausstellung zeigen.


Darkside Peenemünde

Im Winter 2023 begann ich ein neues Foto-Projekt auf dem Gelände des Historisch-technischen Museums Peenemünde. Von 1936 bis 1945 soll es das größte militärische Forschungszentrum Europas gewesen sein. Der Ort, an dem der erste „Marschflugkörper“, ein harmloses Wort für eine Terrorwaffe, entwickelt wurde. Ich versuchte, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob dort die Düsternis der Geschichte noch zu spüren ist. Mehr dazu in einem Blogbeitrag im Januar 2024.


Sizilien - Hinter den Spiegeln

Ein Kurztrip führte mich im April nach Sizilien. Im Gepäck nur noch meine Mamiya 6 und zwei Objektive. Auf eine Digitalkamera verzichtete ich bei meinen Reisen in diesem Jahr. Fotos entstehen nur noch, wenn mich etwas berührt. Diese Reduzierung auf zwölf Aufnahmen pro Film hilft, die Sinne zu sortieren.


Engelstaub

Ein weiterer historischer Ort hat mich im Sommer in seinen Bann gezogen: Der Speicher Gramzow. Dort habe ich eine kleine Story mit dem Titel „Engelstaub“ fotografiert. Dazu im Frühjahr 2024 mehr.


Lawrenz von Arabien

Auf den Spuren des „Lawrenz von Arabien“ wollte ich im Oktober 2023 durch Jordanien reisen. Es sollte inspirierend sein, doch plötzlich kam es anders. Der Flug nach Amman am 7. Oktober fiel genau auf den Tag des Überfalls der Hamas auf Israel. Das veränderte alles. An unbeschwertes Fotografieren war nicht mehr zu denken. Mehr als 60 Prozent der Jordanier sind palästinensischer Herkunft. Entsprechend aufgeladen war und ist die Stimmung dort. Einige wenige Filme habe ich dann doch in der Wüste Wadi Rum belichtet.


Technische Daten: Hasselblad 501CM; Mamiya 6; Film: Kodak T-Max 400.

© Michael Anker 2023


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