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Ich war vielleicht zehn Jahre alt, als ich meine erste Kamera in den Händen hielt. Es war die Beltica I meines Vaters. Später benutzte ich seine doppeläugige 6x6-Kamera, ausschließlich mit schwarzweiß-Filmen. Mein Vater hatte sie in den 1970er Jahren als Reporter benutzt. Es faszinierte mich, die spiegelverkehrte Welt durch den Lichtschacht eines Kamerasuchers zu betrachten und zu abstrahieren.

Zum professionellen Teil der Fotografie kam ich während des Grafikdesign-Studiums. Damals entdeckte ich die große Tonalität und den Tonwertreichtum, welche in Schwarzweißfotos stecken können. Mein damaliger Fotolehrer Manfred Paul gab mir die entsprechenden Impulse. Inspirieren ließ ich mich auch durch die klassischen Fotografien von August Sander, Brassaï, Henri Cartier-Bresson, Josef Sudek, Edward Weston oder Ansel Adams. Sie wurden in ihrer Zeit von der heute überbordenden Bilderflut verschont. Ihre Arbeitsweise war noch analog und mit Bedacht ausgeführt. Es ist immer wieder erholsam, die klassischen Bildgestaltungen und Sujets dieser Fotografen zu genießen. Inzwischen führe ich die Hälfte meiner Projekte analog aus, den zweiten Teil im digitalen Mittelformat. So löse ich den Zeitdruck aus dem handwerklichen Prozess. Mein künstlerischer Prozess kennt sowieso keinen Zeitdruck.

In meinem Blog informiere ich über aktuelle Projekte und Ideen. Ausstellungen und tägliche Befindlichkeiten stehen auf meiner Facebook-Seite.

michael anker

​© 2020 Michael Anker

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